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Immobilienmarkt Südtirol

Immobilienmarkt Südtirol Wohnungen

Wohnungen sind überall der Renner. Am Immobilienmarkt Südtirol werden im Jahr 2018 rund 4.949 Wohnungs-Einheiten gekauft, bezogen auf das Vorjahr ein Zuwachs von insgesamt +8,8% (2017waren es ca. 4.500): Burgrafenamt 1.457 (+15,8%), Überetsch 770 (+25,0%), Slten Schlern 338 (-16,3%), Eisacktal 526 (+10%), Pustertal 597 (-1,5%) , Vinschagu 148 (-21,3%) und Wipptal 147 (+15,7%) - in Bozen wurden 966 Einheiten (+10,9%) verkauft.

Die Preisentwicklung ist in Südtirol insgesamt mit einem Mittelwert von 2.859,00€/m² (+1,2%) recht stabil geblieben.

Kaufpreis-Mittelwerte 2018: Burggrafenamt 2.565€/m² (+2,0%), Überetsch 2.631€/m² (+1,1%), Salten-Schlern 3.392€/m² (+1,6%), Eisacktal 2.455€/m² (0,6%), Pustertal 2.703 (+1,3%), Vinschgau 1.873 (1,1%), Wipptal 2.253€/m² - in Bozen 3866€/m² (+0,6%)

Wertsteigerungs-Index seit 2008: 108,5

In Bozen sind im Jahr 2018 rund  966 Wohneinheiten (+10,9%)verkauft worden 2017 waren es 871), der Kaufpreis-Mittelwert war mit 3.866€/m² nahezu stabil: Altstadt Mittelwert 3.850€/m² (unverändert), Dorf, St. Oswald, Magdalena 5.794€/m² (+4,8%), Gries Mittelwert 5.238€/m² (unverändert)).

Ergänzend dazu Südtirol in Zahlen (2016): Fläche 7.400 km², Siedlungs-Fläche 21.096 ha (2,85%),  Einwohner: 520.891, Dichte 70,4 Einwohner /km²,  Hauptstadt Bozen (106.441 Einwohner), Anzahl der Gemeinden 116, Sprachen Deutsch (69,1%) Italienisch (26,4%) Ladinisch (4,5%), Lebenserwartung 81,2 für Männer  85,5 für Frauen, Unternehmen 58.163, Beschäftigte 266.500, Erwerbstätigen-Quote 71,4%, Arbeitslosenquote 3,7%,  BIP-pro-Kopf 39.700€ (siehe auch Kolonne nebenan)

Für das Jahr 2019 liegen erst im Juni 2020  verlässlichen Statistiken vor.

Quelle: Agenzia Entrate Focus provinciale Bolzano a cura dell’Ufficio Provinciale Territoriale (Luigi Malesan) u. Wifo - Die Wirtschaft unter der Lupe.

 

Meine Markt-Überlegungen in Corona-Zeiten und für 2020

Der Immobilienmarkt Südtirol war 2019 weiterhin  im Aufschwung  mit teilweise sehr hohem Transaktionsvolumen. Die Südtiroler Wirtschaft-BIP ist 2019  um 1,3% gestiegen (2018 +2,1%), aber für 2020 werden jetzt herbe Rückschläge erwartet.  Die wichtigsten Wirtschaftssektoren  verzeichnen  verheerende  Einbußen, insbesondere im Tourismus - weitere Achilles-fersen:  der Arbeitsmarkt, die Inflation, das kränkelnde Baugewerbe  und neuerdings die Obst- u. Weinwirtschaft. Die sinkende Vertrauensklima in die negative Wirtschaftskonjunktur des übrigen Italiens könnte zum Tragen kommen. 

Südtirol verbleibt ,  im Vergleich  zu anderen italienischen Regionen,  nun wirtschaftlich zwar angeschlagen, doch  politisch sowie sozial gefestigt, auch in den Bereichen Lebensqualität und  Sicherheit.

Trotzdem, jetzt mitten in der Corona-Pandemie bin ich  eher besorgt: die derzeitige Situation ist "virolesk" (sagt  der Philosoph  Markus Kapmer), die Bedrohung  nicht wirklich fassbar.  Die Vollbremsung der Wirtschaft könnte in den nächsten Monaten die Abschlüsse und Kaufpreise  vorübergehend deutlich nach unten drücken.   Noch kann man die Auswirkungen der Corona-Krise nur erahnen.

Corona-Krise: Auswirkungen

Wir sitzen alle im gleichen Corona-Boot, wenn auch leicht zeitversetzt: der Immobilienmarkt in Südtirol steht  derzeit offensichtlich still. Kurzfristig ist sicher in allen Immobilienbereichen mit deutlichen Einbrüchen bei Abschlüssen und Kaufpreisen zu rechnen (siehe weiter unten). 

Die Käufer von Wohnimmobilien  werden jetzt  genau ihre Liquidität und ihre  Arbeitsplatzsicherheit  beobachten und Kaufentscheidungen verschieben. Sicherheitorientierte Investoren  werden  hingegen, angesichts der massiven Verluste an den Börsen, die Wert-Stabilität der Wohnimmoblien schätzen.  Mittel- und Langfristig  könnte das Wohnen aber wieder an Bedeutung gewinnen, wenn durch die Corona-Krise die eigenen vier Wände wichtiger werden. 

Immobilien in Südtirol - Preisentwicklung:  vorab kurzfristig stabil, dann werden Einbrüche  bis -10% und mehr erwartet

Die Vollbremsung der Wirtschaft  in Folge der Corona-Pandemie wird in den nächsten Monaten auch in Südtirol vorübergehend  die Kaufpreise aller Immobilien-Bereiche nach unten drücken. Erste Anzeichen sind unter Anderem der offensichtliche Marktstillstand einhergehend mit abwartend niedrigen Investitionsklima und der Rückgang  der inserierten Immobilienobjekte. Noch sind die  Quadtratmeterpreise kurzffristig strukturell stabil: wer jetzt verkaufen will oder muss, versucht noch die "alten " Preise  zu erzielen. Vorübergehend werden die Kaufpreise in Südtirol aber erwartungsgemäß bis zu 10% und mehr sinken ...eine Erholung ist dann wohl erst 2021 zu erwarten.   

Die  Immobilien-Preise bewegen sich  deshalb  auch in Bozen und Meran derzeit noch stabil: bei Spitzenpreisen in sehr guten Lagen, ergeben sich  den peripheren Zonen  nur geringfügige Einbrüche.  Preis-Spitzenreiter bleiben  aber Gröden und das Gadertal, am günstigsten wohl das Vinschgau.

Bozen/Stadtzentrum gute Stadtwohnungen erzielen  3.400€/m³ - 4.500€/m², außergewöhnlich schöne, sanierte  Stadt-Altbauwohnungen 4.000€/m² - 7.500€/m²  und mehr - geringes schönes Angebot, aber trotzdem noch stabile Preise;  Bozen/Gries ist als Wohnadresse sehr begehrt:  mit 4.000€/m³ - 4.800€/m² muss man mindestens rechnen, Top-Lagen und Ausführungen kosten schon mal um 6.000€/m² mit Spitzen bis zu 9.000€/m²; Bozen/St. Oswald u. Dorf: günstig um  4.000€/m³ , Top-Wohnungen  um  4.500€/m² - 8.000€/m im Luxus-Bereich, so  Villen angeboten werden, kosten diese zwischen  5.000€/m² - 8.000€/m², Tendenz noch stabil; 

Meran/Obermais:  gute Wohnungen gibt es schon ab 3.300€/m³ - 4.500€/m²,  schöne Lagen und Ausführungen werden mit 4.500€/m³ - 7..000€/m³ und darüber  angeboten, Villen ebenso, Tendenz weiterhin ehe stabil;

Wohnen bleibt in Südtirol vorerst noch  teuer: 3-Zi.Wohnungen können je nach Lage u. Ausführung ab ca. 250.000-450.000 Euro zu haben sein,  4-Zi.Wohnungen ab 350.000 – 600.000 Euro, luxuriöse 4-Zi.Appartements ab 500.000 – 900.00 Euro, Reihenhäuser ab 400.000-700.000 Euro, Häuser mit Garten ab 800.000 Euro, Häuser/ Altbauten (zu renovieren) ab 800.000 - 1.400.000€, Villen ab 1.200.000 - 3.500.000 Euro und mehr. Außergewöhnlich schöne Lagen,  hochwertige Klima-Bauqualitäten und Luxusausstattungen erhöhen gleichermaßen die obige Richtwerte.  Bauernhöfe liegen, je nach Größe uns Lage, zwischen  1.500.000€ und 2.500.000€, bei Weinhöfen und schönen Hofstellen auch darüber.  

Insgesamt liegen die Kaufpreise in Südtirol meist höher als in Nordtirol/innsbruck oder als im Trentino, und  höher als in vielen Provinzhauptstädten Norditaliens, meist vergleichbar mit denen in  einigen peripheren Gebieten in München.

Paregger+Partner by Kurt Paregger, Makler

Index Anzahl Immobilienverkäufe in Südtirol

Index Anzahl Immobilienverkäufe zu 20082008
Index-Anzahl Immobilien-Abschlüsse seit 2008

Index Kaufpreis-Mittelwerte in Südtirol

Index Kaufpreis-Mittelwerte seit 2008 in Südtirol

Zum Vergleich:  Agenzia delle Entrate meldet für 2019 u.a. insgesamt in Italien 603.541 Wohnungs-Kaufabschlüsse (+4,2% mehr als 2018), eine Erhöhung der durchschnitt-lichen Verkaufspreise von 0,1% gegenüber 2018   (17.03.2020).

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