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HOTEL WEISSES RÖSSL LIECHTENBERG/VINSCHGAU

ECKDATEN

Grundfläche: 861m²  Angerle/Wiese: 3.000m² Revitalisierung: 2003-2006  Gästezimmer: 4  Gastrofläche: 150m²Restaurant (2 Stuben) und Café, Selchkuchl, Taverne, im Hof große Terrasse extra  Parkplätze: 12  Bauzustand/Ausstattung; sehr gut/sehr gut.

HOTEL WEISSES RÖSSL LICHTENBERG IM VINSCHGAU: KLEIN, FEIN, MIT VIEL LIEBE VOLL RENOVIERT UND EINGERICHTET

Zur Geschichte (Autorin Christa Leopold): Es gibt wohl nicht viele Enthusiasten, die dem Beispiel von Bernhard Tschenett folgen würden. In dreijähriger, harter und kostenintensiver Arbeit hat er den elterlichen, dem Verfall preisgegebenen Gastbetrieb aus dem 15. Jahrhundert mit viel Eigenengagement und Liebe zum Detail, zu neuem Leben erweckt. Nach mehr als 16 Jahren Unterbrechung, sollte der Gast und Hotelbetrieb im Zentrum des bäuerlichen Dorfes, mit der majestätischen Schlossruine, wieder aufgenommen werden. Dazu galt es, vom Einsturz gefährdete Mauern zu erhalten, Gewölbe, Lärchenholzböden, Wandtäfelungen und Türen zu restaurieren.

Frei gelegt wurden bei der Renovierung auch Wandmalereien aus weniger schönen Tagen des Weißen Rössls. In ihrer Besatzungszeit, haben sich die italienischen Faschisten (1922-1943) mit ihrem Wappen im Flur der ersten Etage ein Zeichen für die Ewigkeit gesetzt. Rund 10 Jahre besetzten sie das Rössl ab 1922. Weiter existieren auf der Rückseite des Weißen Rössls Wandmalereien mit zähnefletschenden Totenköpfen auf hellblauem Grund, die mahnend an die Faschistenzeit erinnern.

Die damaligen Besitzer des Gasthofes, haben keine guten Nachrichten aus dieser Zeit weitergegeben. Sie verkauften das Rössl kurz danach. 1957 kaufte Franz Tschenett, der Vater des heutigen Besitzers das Weiße Rössl. Als Viehhändler konnte er die Stallungen des alten Relais Gasthofes an der ehemaligen Handelsroute Meran – Reschenpass sehr gut für seine Zwecke nutzen. Fanni Tschenett, die Mutter, bekochte und umsorgte die Gäste mit Südtiroler Schmankerln.

Die Rösslwirtsleut waren beliebt über die Grenzen Südtirols hinaus. Zahlreiche durchzechte Nächte und fröhliche Stunden zählte das Rössl. Die beiden Wirtsbuben mussten tatkräftig mithelfen und schwere Weinkrüge aus dem Gewölbekeller für die Gästeanschleppen. Einer dieser alten 5-Liter-Steinkrüge ist in der heutigen Rösslbar zu bewundern. Fanni Tschenett erzählt heute den Gästen sehr gerne von den alten Geschichten der Schmuggler aus den 70er Jahren. Wild waren diese Geschichten und zum Fürchten. Wurden doch damals vor der Polizeiobrigkeit Waren und Zigarettenstangen aus der nahen Schweiz im Rössl versteckt und in der Rockschürze der Rösslwirtin… zusammengerollte Geldbündel. Ein wahres Schmugglernest, das Rössl der Siebziger. Nicht nur den beiden Söhnen Christian und Bernhard saß in diesen Tagen die Angst im Nacken.

Reinhold Messner wanderte gemeinsam mit Franz Tschenett auf den alten Schmugglerpfaden hinüber in die Schweiz und beschreibt diese in so manchen seiner Bücher, über seine Berge und Südtiroler Landsleute.

Die Hunderte von Jahren alten Lärchenholzböden, die sich durch die Stuben, Gänge und Gästezimmer des Hotel Weisses Rössl  Lichtenberg ziehen, zeigen mit wie viel Geschmack  und Liebe die Renovierungsarbeiten von Bernhard Tschenett vollzogen wurden. Bei der Umsetzung seines Traumes wurde er von seinem Freund und Architekten, David Rosa aus Verona unterstützt. Sämtlich vom Hausherrn Bernhard Tschenett ausgewählte Ausstattungen der Stuben, des Wintergartens, Gästezimmer und Suiten überzeugen heute wohl jeden Gast. Das Interieur fügt sich mit einer kühlen Moderne in alte Mauern, Gewölbe, alte Holzböden und Türen. Eine perfekte Mischung aus Alt

Die fichtenholzgetäfelte Renaissance-Suite „Franz“ ist das Glanzstück der Gästezimmer und an Romantik nicht zu übertreffen. Die moderne Hausbar (2 x 7 m2 ) in der ehemaligen Räucherküche, mit der romantischen Nische für Verliebte im einstigen Backofen des alten Gasthofes, fügt sich in den Gastbetrieb, wie das Tüpfelchen auf dem „i“.

Im Weissen Rössl braucht das „i“ aber zwei Tüpfelchen, denn wer meint alles gesehen zu haben, hat sich getäuscht. Mit einem riesigen Schlüsselbund, der nur minimal kleiner ist, als der Bund der gegenüberliegenden 700 Jahre alten Churburg, sperrt der Rösslwirt Bernhard Tschenett seine Haustüre und den Keller für Interessierte auf Keller! Gewölbe mit dickem altem Mauerwerk öffnen sich, hinter der vielehundert Jahre alten schweren Holztüre, ein Gewölbe aus den Jahren um 1480. Das einzige Kellergewölbe in ganz Lichtenberg. Von den alten ehrwürdigen Mauern des Rössls kann man wirklich überwältigt sein, von den Visionen des Rösslwirtes auch. Im Anschluss an das mittelalterliche Kellergewölbe schließen sich Umkleideräume für die Golfer des gegenüberliegenden 3-Loch-Golfplatzes, des Golfclubs Vinschgau an.

Aus dem Dunkel der Gewölbe tritt man in helle freundliche Räume mit weißem Laaser Marmor ausgestattet, dem weißen Gold aus dem Vinschgau. Der wertvollste Marmor auf dieser Welt, der schon von den Habsburgern geschätzt, von dem bayerischen Hofbildhauer Schwanthaler bevorzugt verarbeitet wurde und den man auf dieser Weltvon der Ruhmeshalle in München, über London bis hin nach Washington und New York finden kann – dieser weltberühmte Marmor liegt nun also auch im Keller des Weissen Rössls im verschlafenen Dörfchen Lichtenberg zwischen Glurns und Prad.

Ein kleines, außergewöhnliches Hotel mit einer, vom Feinschmecker, ausgezeichneten Küche. Ein Hotel für Genießer und Individualisten, die immer wieder kommen werden.

Die Magie dieses Hauses werden sie stets in sich tragen

Bernhard Tschenett wurde für den Erhalt eines Kulturgutes im Bereich der Bau- und Kunstdenkmalpflege von der Südtiroler Landesregierung im Juni 2006 ausgezeichnet.

 „Er hat mit größter Sorgfalt den väterlichen Gastbetrieb Weisses Rössl in Lichtenberg revitalisiert, das wertvolle Gebäude mit Sorgfalt und Verständnis restauriert. Dabei wurde kein großer technischer Aufwand betrieben, sondern der Baubestand selbst,von der späten Gotik bis ins 19. Jahrhundert, liebevoll gepflegt und seiner Bedeutung entsprechend zur Geltung gebracht

 

WISSENSWERTES
NEBENKOSTEN

Registergebühren  Käuferprovision: 3%  Notar:

VERKEHRSANBINDUNG

mit dem Auto leicht und schnell erreichbar: Vinschger Staatsstraße über-Prad oder über Glurns – Zubringerbus Vinschgerbahn.

LAGE

phantastische Dorf-Lage unterhalb Schloss Lichtenberg mit herrlichem Weitblick über das ganze Tal und Bergwelt

ENTFERUNGEN

Meran 50km, Bozen 80km, München 300km,  Mailand 380km

BESONDERHEITEN

Vor allem der kleine Weinacker, ein Freischwimmbad ist natürlich auch möglich.

HINWEISE

Vorinformation: alle Angaben nach bestem Wissen. Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten.

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Objekt: Hotel-Restaurant Weisses Rössl Liechtenberg

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